Montag, 5. Oktober 2026
Im Jahr 1933 erwirbt der Schriftsteller Hans Fallada (1893–1947), geboren in Greifswald, aufgewachsen in Leipzig und Berlin, ausgebildeter Landwirt und seit kurzem äußerst erfolgreicher Schriftsteller, in Carwitz in der Feldberger Seenlandschaft – in der „mecklenburgischen Welteneinsamkeit“ – eine Büdnerei am Dorfrand.
Zurückgezogen von den Anfeindungen der neuen Machthaber in Berlin richtet Fallada hier für seine Familie einen neuen Lebensmittelpunkt mit kleiner Landwirtschaft und für sich einen Rückzugsort zum Schreiben ein.
Die tiefe Liebe Falladas zu „seiner“ Landschaft, die er – unter anderem auf ausgedehnten Wanderungen – auch an seine Kinder weitergibt, wird vielleicht erahnbar in dem Umstand, dass er bevorzugt die hier gezeigte Ansichtskarte versendet, vor allem aber spiegelt sie sich mannigfaltig in seinem literarischen Werk wider. Bohnenwerder, Hullerbusch, Hauptmannsberg, Haussee, Krüseliner Wiese – klingende Namen, die in unveränderter oder abgewandelter Form Eingang in Falladas Bücher und Geschichten für Erwachsene ebenso wie für Kinder finden.
Im Vortrag wird die unverwechselbare Gegend um Carwitz und Feldberg in Bildern vorgestellt und von der Lesung ausgewählter landschaftsbezogener Geschichten begleitet.
Hannes Rother
Hannes Rother | Gartenhistoriker und Landschaftsarchitekt | Rostock
Hans Fallada
Carwitz und die Feldberger Seenlandschaft in Bildern und Geschichten
19.00 Uhr | Einlass ab 18.30 Uhr
Ort: KulturDIELE M8, Stralsund | Mönchstraße 8
Bilder- und Lesevortrag
Teilnahme: 10 Euro